Projektwoche für den Frieden in Lommel, Belgien

Zu einem Projekt "Kriegsgräberpflege" der THW Landesjugend NRW waren drei Jugendgruppen aus NRW auf der Kriegsgräberstätte des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) im belgischen Lommel zusammengekommen. Bereits seit Sonntag waren die Jugendgruppen aus Balve, Neuss und Siegen in der Jugendbegegnungsstätte direkt an der Gräberstätte untergebracht und beschäftigen sich mit Projekten für den Frieden und Pflegearbeiten auf dem Gräberfeld.

Im belgischen Lommel liegen fast 40.000 Tote des zweiten Weltkrieges neben Soldaten aus dem ersten Weltkrieg begraben. Mit einzelnen Projekten haben sich die Gruppen dem Thema "Krieg und Frieden" genähert und zusätzlich Pflegearbeiten auf dem Friedhof durchgeführt. Die Jugendlichen haben sich mit einem Einzelschicksal eines Soldaten, der auf dem Friedhof begraben liegt, beschäftigt oder "Sandbilder" zum Thema "Krieg und Frieden" erstellt. Auch ein sehr beeindruckender Besuch in der Gedenkstätte "SS Lager Fort Breendonk" war Teil des Projektes. Mit dem Thema "Propaganda für den Frieden" und der Aktion "Rote Hand" (Kinder dürfen nicht als Soldaten missbraucht werden) ging die Woche weiter. Ein Zeitzeuge, der den 2. Weltkrieg miterlebt hat, schilderte den Jugendlichen seine Erlebnisse als jüdisches Kind in den Niederlanden und beantwortete viele Fragen der Gruppe.

Aber auch der Spaß kam in dieser Woche nicht zu kurz. Bereits am ersten Tag stand ein Teamtraining für die Gruppe auf dem Plan. Hier galt es gemeinsam eine Kletterwand zu bezwingen oder mit einem Boot über einen See zu fahren. Eine lange Seilbahn über das Wasser oder Bogenschießen und Funcarts gehörten ebenfalls zu den Highlights des Tages. Ein Besuch im tropischen Schwimmbad des Center Parks sorgte am nächsten Abend für gute Stimmung. Eine Fahrradtour mit Aufgaben führte die Gruppe nach Lommel und in die Umgebung und ein Abstecher in die Sahara von Lommel (Naturschutzgebiet) rundete das Freizeitangebot ab. Zum Ende der Woche kam der Landesjugendvorstand der THW Jugend NRW zu seiner Klausurtagung ebenfalls nach Lommel. Zusammen mit den Jugendlichen nahmen die Bezirksjugendleiter und die Landesjugendleiter am Programm teil. Zum Abschluss der Woche legten die Jugendlichen zusammen mit allen Betreuern und dem Vorstand der Landesjugend einen Kranz in der Krypta des Friedhofes im Gedenken an die vielen gefallenen Soldaten nieder. Jeder Teilnehmer der Woche entzündete ein Licht und setzte somit ein Zeichen gegen Krieg und Gewalt.