Sonderurlaub

Was ist eigentlich Sonderurlaub?

Für euer ehrenamtliches Engagement könnt ihr als Engagierte in der Jugend- und Verbandsarbeit Sonderurlaub beantragen. Das gilt für das Leiten von oder Mitarbeiten bei Jugendfreizeiten bzw. internationalen Begegnungen, wie auch die Teilnahme an Aus- und Fortbildungen. Sonderurlaub kann von eurem Arbeitgeber nur verwehrt werden, wenn ein "zwingendes betriebliches Interesse" der Dienst- oder Arbeitsbefreiung entgegensteht.

Bei Inanspruchnahme von Sonderurlaub behält euer Arbeitgeber für den beantragten Zeitraum euer Gehalt ein. Ihr nehmt also unbezahlten Urlaub. Diesen Verdienstausfall könnt ihr (durch Beantragung bei uns) bis zu einem gewissen Prozentwert vom Landesjugendamt erstattet bekommen. Im Jahr 2018 betrug dieser Prozentanteil 80% des Bruttogehaltes.

Keine Förderung erhalten:

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im öffentlichen Dienst (Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts) beschäftigt sind,
  • Selbstständige
  • Geschäftsführerinnen/Geschäftsführer und
  • eigene Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter des Maßnahmenträgers.

 

Weiterführende Links:

 

Wie funktioniert die Beantragung?

1.    Ihr fordert bei uns einen Antrag auf Sonderurlaub (Anlage 7a) an, indem ihr das auf unserer Internetseite dargestellte Dokument herunterladet, ausfüllt und uns bis zur festgesetzten Frist zuschickt. Eure Kontodaten benötigen wir, um euch später euren Verdienstausfall überweisen zu können.

2.    Wir schicken euch den von uns ausgefüllten Antrag (per Mail oder per Post) zu. Diesen müsst ihr bei eurem Arbeitgeber einreichen, unterschreiben und stempeln lassen und uns (im Original) fristgerecht wieder zuschicken. Es können maximal 8 Tage Sonderurlaub im Jahr beantragt werden.

3.    Wir reichen diese Unterlagen beim zuständigen Landesjugendamt ein und beantragen die Auszahlung des Verdienstausfalls. Diese Ausgleichszahlung beträgt eine gewisse Prozentzahl eures Verdienstes, welche jedes Jahr aufs Neue festgelegt wird (im Jahr 2018 wurden 80% des Verdienstausfalls ausgezahlt)

4.    Ihr nehmt den beantragten Sonderurlaub in Anspruch, euer Arbeitgeber zahlt euch für diesen Zeitraum kein Gehalt. Bei An- und Abreise müsst ihr eine Unterschrift leisten, die bezeugt, dass ihr auch tatsächlich die Maßnahme besucht, für die ihr Sonderurlaub beantragt habt.

5.    Bei Leistung der zweiten Unterschrift bekommt ihr ein weiteres Dokument (Anlage 7b) auf welchem euer Arbeitgeber bestätigen muss, dass ihr den Sonderurlaub tatsächlich genommen habt und euch ein Verdienstausfall entstanden ist. Dieses schickt ihr uns (im Original, mit Stempel und Unterschrift) zu.

6.    Das zuständige Landesjugendamt überweist uns den dokumentierten, anteiligen Verdienstausfall und wir überweisen diesen dann auf euer Konto.

Diese Informationen könnt ihr euch auch hier herunterladen.

 

Momentan stehen keine Maßnahmen auf Bundes- oder Landesebene an

Falls ihr für eine Maßnahme auf Bezirks- oder Ortsebene Sonderurlaub benötigt, dann meldet euch bei uns unter gst(at)thw-jugend.nrw